So genannte “Comedy”

Ein Beitrag für den Kolumnenwettbewerb

von Salmi


Gallertartig trieft sie von morgens bis abends aus dem Fernseher: Comedy.
Manchmal ist es die Faszination des Grauens, die uns zum Weitersehen bewegt. Oft jedoch geschieht dieser masochistische Akt aus purer Langeweile und einem ohnehin schon sinnentleertem Leben. Und darauf ist dieser pseudokomische Quotenmüll nun einmal auch zugeschnitten. Unterhaltung zu jedem Preis. Früher sahen wir noch Rudi Carrell in seiner Tagesschau vom Zettel ablesen und befanden es für amüsant. Heute lesen uns in „Panels” bunt bis witzlos kostümierte „Comedians” aus dem hinteren Teil des Alphabetes nach allen Regeln der Kunst verhauende Pointen vor, die entweder für eine Fips-Asmussen-Biographie prädestiniert sind oder aus einer solchen stammen.

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Weil

Für A.

 

Weil…Er immer alles verwechselte, alles und jeden, die Tage und die Nächte, nicht, weil er nichts wusste, es strömte zu vieles auf ihn ein, zu viel Ablenkung, zu viele Gedanken, zu viele sinnlose Gedanken, die gedacht werden mussten, zu viele Gespräche, die geführt werden mussten, - Gespräche: immer im Kreis, in verschiedenen Kreisen, aber: immer im Kreis.

Nur heute war es genug und genug für morgen und alle Tage, heute würde er dann und wann das Opfer sein, nicht der Täter, bzw. umgekehrt, heute war er ein Täter, kein Opfer, er musste sich mehr konzentrieren, er war Täter und musste sein Opfer suchen, und wo finden sich Opfer: überall, also ruhig vorwärts schreiten, sich konzentrieren, er musste das wissen, noch heute.

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