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Kolumne bei KeinVerlag

Nur nebenbei: ich bin kein großer Handwerker vor dem Herrn, zwei linke Hände, wie man so schön sagt, und wenn bei mir etwas kaputt geht, so habe ich jemanden in meinem Bekanntenkreis, den ich anrufe, ich schildere das Problem, er denkt kurz darüber nach, ob ich das selbst hinbekomme mit Hilfe seiner Erklärung, meistens entscheidet er sich dafür, das selbst zu machen, weil: wenn ich noch größeren Schaden anrichte, hat er nachher umso mehr Arbeit…Während er repariert erklärt er seine Arbeit, es langweilt mich, aber ich bin ein höflicher Mensch.

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Ein Echo

Foto: Anna Schwartz

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Antworten, - viele sind wie eine, eine Antwort, ist wie viele. Viele Antworten, sind nur eine. Hier allein, in vielen Höhen, in vielen Höhen,einem Wind .In vielen Winden, und nur einer Höhe. Oder Sonne, keine Zeiten, keine Zeiten, mehr, und eine Sonne. Keine Sonne, mehr, und viele Zeiten. Vielleicht Nebel, Nebel leicht und viel, viel und leicht. Könnte sein, ein Abend, Antwort viele, Antwort eine, Höhen viele, Höhen eine, Winde viele, Winde einer, viele Nebel, Nebel leicht, keine Zeiten, mehr, und eine Sonne. Eine Frage, ohne Antwort, eine Antwort, ohne Frage, viele Antworten, ohne Frage, viele Fragen ohne Antwort, viele Antworten ohne Frage. In der Ferne, ferne Antwort, ferne Frage. Viele Fernen, keine Antwort, viele Fernen, keine Frage. Eine Ferne, eine Antwort, eine Ferne, eine Frage. In dem Ende liegt ein Schweigen, schweige endlich, endlich schweige, schweige endlos in dem Ende. In dem Ende. In dem Schweigen.

Fotos, Anna

Pornoparkett

von Kirschprinzip

Der Magermilchjoghurt aus ihrem Kühlschrank erinnert mich an meine Zeit als minderjährige, magersüchtige Dreckfotze und lässt vermuten, dass sie selbst eventuell auch eine magersüchtige Dreckfotze ist, nur nicht minderjährig natürlich und irgendwie stilvoll.
Sophies Beckenknochen stehen pflichtbewusst hervor, sie rennt hysterisch durch ihren untapezierten Altbau und sucht nach dieser Verbindungsschnurscheiße, mit der sie ins Internet kommt.

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Gelesen

Düsseldorf

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Die anfänglichen Erfahrungen sind gemacht… Am 8.April 2006 fand unsere erste öffentliche Lesung in Düsseldorf in der Freizeitstätte Garath statt. 17 KV-Autoren (egal ob Vereinsmitglied oder nicht) lasen ihre Lyrik- und Prosatexte vor Publikum. Die Veranstaltung dauerte (incl. Pausen für Essen und Getränke) rund vier Stunden. Nun müssen wir zugeben, dass ein Teil des öffentlichen Publikums (rund 80 Personen) zwar wie alle anderen brav ihr Eintrittgeld bezahlt hat, aber in verwandtschaftlichem oder freundschaftlichen Kontakt zu den Lesenden stand. Aber so sind halt die Anfänge.

Das Haus des Lehrers

von Kindermund

Heute ist es ein leerer Platz. Das neue Feuerwehrhäuschen soll da hin kommen, aber jetzt ist schon ein Jahr vergangen, aber nichts passiert. Vorher stand hier ein Haus, ein relativ neues. Die anderen leeren Häuser bei uns sind alle schrecklich herunter gekommen und so morsch, dass es immer eine Mutprobe war, als erstes in die Obergeschosse zu gehen.
Aber in dem Haus sind das Elektrogeschäft und ein Filmverleih gewesen. Die sind dann umgezogen nach gegenüber und das Haus stand ganz leer. Auf der Vorderseite konnte man nicht einmal durch die Fenster sehen, da standen Sperrholzplatten. Nur im oberen Geschoss konnte man manchmal bei gutem Licht durch die Gardinen die Decke sehen, von der sich die Tapete abschälte. Da oben hatte jemand gewohnt, denn ein Laden war da nie gewesen.

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Gelesen

Gesellschaftskram

von Kirschprinzip

Ich bin sowohl Deutschland als auch die Jugend persönlich und definitiv irgendwie überfordert mit dieser unfreundlichen Situation.
Des Weiteren rauche ich bereits seit ich Acht bin und treffe mich heute mal mit der Vernunft auf ein Gespräch über die momentan äußerst brenzlige Lage meiner Generation im schwierigen Alter. Wir trinken Tee und schauen währenddessen ambitionierte Aufklärung in namhaftem Frühstücksfernsehen.

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Gelesen

Schlangentanz (Won`t ya please be quiet, please)

von para.gone

Die Kakophonie des Hupkonzertes vor ihrer Haustür versetzte ihrem jaulenden Hund einen mittelschweren Schlaganfall. Sie stiefelte über seinen längst verwesten Kadaver hinweg und setzte sich zu ihm in das Auto, das bereits seit zehn Minuten ihre Einfahrt versperrte. Aber der Adel kam eben immer zum Schluss.
Der hinter tosenden Sturmwolken verbogene Mond hätte ihr Haar gülden illuminiert, wenn er denn geschienen hätte, als sie die Tür zu dem zerfallenen Gebrauchtwagen öffnete und ihm einen Begrüßungskuss gab.

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